SECA-Zuschlag ab dem 01.02.2015

Berechnung ab dem 01.02.2015 auf alle Frachten im Im- und Export von/nach Großbritannien, Irland, Schweden, Finnland, Norwegen, Litauen, Lettland und Estland

In der Nord- und Ostsee treten ab dem 01.01.2015 neue, noch strengere Emissionsregeln für Seeschiffe inklusive Fähren in Kraft. In der von der internationalen Schifffahrtsorganisation IMO festgelegten "Sulphur Emission Control Area" (SECA) dürfen dann nur noch Schiffe verkehren, deren Treibstoffe einen Schwefelanteil von maximal 0,1 Prozent enthalten.

secaUm das Limit im Schwefelgehalt einzuhalten, sind die Reedereien gezwungen, entweder Filter (Scrubber) in die Abgasanlage einzubauen oder das teurere Marinegasöl zu nutzen. In beiden Fällen fallen Mehrkosten an, die von den Reedereien ausnahmslos über Frachtzuschläge an uns weitergegeben werden.

Den Preisanstiegen von 2006 und 2010, sowie der grundsätzlichen Erhöhungen von Fährkosten, konnten wir bisher durch reorganisatorische Maßnahmen entgegenwirken, sprich von einer Weiterbelastung an unsere Kunden absehen. Jetzt sind jedoch auch wir gezwungen, die von uns zu zahlenden Kosten wenigstens teilweise weiterzubelasten. Daraus ergeben sich die nachfolgenden Frachtzuschläge für folgende Länder:

1,5% Großbritannien, Irland, Schweden
3,0% Finnland, Norwegen, Litauen, Lettland, Estland

Die Zuschläge werden der Transparenz halber auf den Frachtrechnungen separat ausgewiesen.

Emissionskontrollzonen

ECA (Emission Control Area) ist die internationale Bezeichnung für eine Emissionskontrollzone nach den Vorgaben der International Maritime Organisation (IMO). Im speziellen für die Luftverschmutzung und die allgemeine Gesundheitsgefährdung durch den Schiffsausstoß von Schwefeldioxiden (SOX), sieht IMO‘s MARPOL ANNEX VI vor, die Grenzwerte für die Emission von Schiffen drastisch zu senken und weitere so genannte Schwefelkontrollzonen (SECA) einzurichten.

In einer SECA galten und gelten für das Verbrennen von Treibstoffen auf Seeschiffen – neben anderen strikten Regeln für den Ausstoß von Abgasen – verschiedene spezielle Regeln wie z.B.:

Der Massenanteil von Schwefel der zu verbrennenden Treibstoffe durfte seit dem 19. Mai 2006 1,5 % nicht überschreiten. ı Ab dem 1. Juli 2010 dürften in SECAs nur noch Treibstoffe mit einem Schwefelmassenanteil von 1,0 % verbrannt werden. ı Ab dem 1. Januar 2015 dürfen in SECAs nur noch Treibstoffe mit einem Schwefelmassenanteil von 0,1 % verbrannt werden